In 7 Schritten zum perfekten Firmennamen

Den richtigen Namen für erste eigene Firma oder ein neues Produkt zu finden, kann sich zu einer Mammut-Aufgabe entwickeln. Sinnvoll soll er sein, leicht zu merken und auch noch ohne einen Knoten in der Zunge auszusprechen: Hier gibt’s Inspiration, wie Du zu einem tollen Namen findest.

 

Step I – Der einfache Weg zu guten Ideen

Du kannst vor einem weißen Blatt Papier auf die ultimative Idee warten und Dir das Hirn zermartern. Besser ist, Du lädst ein paar Menschen zum Brainstorming ein. Möglichst ganz verschiedene Charaktere, Berufs- und Altersgruppen. Präsentiere dieser Gruppe die Alleinstellungsmerkmale Deines Produktes oder Ihrer Firma. Welches Gefühl sollen die potenziellen Kunden haben, wenn sie das Produkt nutzen bzw. mit Dir zusammenarbeiten? Worin werden sie durch das Angebot besser bzw. wie vereinfacht Dein Angebot das Leben der Käufer?

 

Brainstorming-Time: Nehmt Euch jeweils 15 Minuten Zeit, um in der Gruppe so viele Namen wie möglich zu den einzelnen Fragen zu entwickeln. Komm in den Flow. In dieser Phase ist kein Name „schlecht“. Die verschiedenen Vorschläge werden einzeln einfach auf Moderationskarten oder große Post-its geschrieben. Sammelt auch Attribute, die das Produkt bzw. die Firma umschreiben. Du wirst begeistert sein, wie viele kreative Ideen in kurzer Zeit entstehen.

 

Im nächsten Schritt werden die verschiedenen Vorschläge in Gruppen geclustert. Versucht zu jeder Gruppe weitere Namen und Beschreibungen zu generieren. Prüft, ob sich beispielsweise aus den Kombinationen Akronyme bilden lassen. Am Ende dieser Ideensammelphase sollten rund 200 Vorschläge und mehr entstanden sein.

 

Step II – Die Qual der Wahl

In dieser Phase wählst Du Deine Top 10 aus. Die Einfachheit des Namens ist bei der Wahl entscheidend. Geht er einfach und ohne Knoten in der Zunge über die Lippen? Ist er einprägsam? Hat er eine positive Assoziation? Ist er kurz genug, um sich in den Köpfen der Menschen zu verankern?

 

 

Step III – Die Sprachprüfung

Prüfe, welche Bedeutung die Namen in der engeren Wahl in anderen Sprachen haben. Haben sie auch dort eine positive Assoziation? Niemand kauft gerne ein Produkt oder bei einer Firma, bei dem der Name übersetzt negative oder sogar beleidigende Assoziationen hervorruft. Auch wenn Du nicht Global mitspielen willst - in einer vernetzten Welt ist diese Prüfung von entscheidender Bedeutung. Lass Deine Favoriten nach einem umfassenden „Google-Test“ unbedingt noch einmal von Muttersprachlern prüfen.

 

Step IV – Klingt er denn auch schön?

Bevor Du Dich weiter in die Tiefe gehst, schreibe einige Werbetexte mit dem neuen Namen. Gehen Dir die Botschaften leicht von der Hand oder ist der neue Name eher ein Fremdkörper im Kontext Deiner Werbebotschaft. Wenn sich alles gut und richtig anfühlt, dann solltest Du an dieser Stelle unbedingt noch einmal Feedback von Deinen zukünftigen Kunden einholen!

 

Step V – Die juristische Prüfung

Wenn Du nur über ein geringes Budget verfügst, dann kannst Du selbst die ersten Prüfschritte durchführen. Gib Deinen Wunschnamen einfach bei Google ein und schau, ob es schon Produkte/Angebote mit diesem Namen gibt bzw. ob es schon eine Firma gibt, die sich den Namen gesichert. Im nächsten Schritt kannst Du nach Einträgen im Deutschen Patent- und Markenamt (http://www.dpma.de) recherchieren. Und wenn Du Deine Firma oder Dein Produkt International aufstellen willst, kannst Du auf nachfolgenden Webseiten recherchieren. www.gov.uk/government/organisations/intellectual-property-office für UK und www.USPTO.gov für die USA. Als letzten Schritt kann Dir professioneller Rat bei einem Marken- und Patentanwalt viel Ärger ersparen. Er beantwortet Dir auch die Frage, ob ein Name überhaupt geschützt werden kann.

 

 

Step VI – Markennamen auch als Domain reservieren

Was nützt Dir der schönste Name, wenn die Domain zum Namen nicht mehr frei ist. Ganz gleich, ob Du den neu kreierten Namen schützen willst oder nicht, recherchiere in dieser Phase des Prozesses, ob Deine Wunsch-Domain noch verfügbar ist. Die Prüfung kannst Du bei den meisten Internetanbietern durchführen oder bei der Denic eG (http://www.denic.de).

 

Und natürlich solltest Du auch auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter & Co. prüfen, ob Dein Wunschname noch frei ist.

 

Step VII - Freuen

Wenn Kopf und Bauch sich einig sind und Du eine Entscheidung getroffen hast, dann sag der Welt, dass es Dich gibt.

 

Rock Deinen Markt!

 

Herzlichst

 

Deine Andrea